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Fördermöglichkeiten

Förderung der beruflichen Weiterbildung im Land Brandenburg

Mit dem Förderprogramm verfolgt die ILB im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF) das Ziel, den Erhalt und die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Beschäftigten sowie die Stabilisierung und der perspektivische Aufbau von Arbeitsplätzen, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen zu unterstützen.

 

Fördernehmer – Beschäftigte mit Erstwohnsitz im Land Brandenburg (natürliche Personen)
– Unternehmen, die eine Betriebsstätte im Land Brandenburg im Sinne von § 12 Abgabenordnung
– rechtsfähige Vereine mit Vereinssitz im Land Brandenburg
– öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Land Brandenburg
Förderthemen Gefördert wird die Teilnahme an Maßnahmen zur individuellen und arbeitsplatzunabhängigen beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten sowie die Teilnahme von Beschäftigten an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen zur Kompetenzentwicklung in Unternehmen und Vereinen.
Förderart Zuschuss
Fördergeber Land Brandenburg, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF)
Mittelherkunft Europäischer Sozialfonds (ESF)

Wer wird gefördert?

1.) Beschäftigte mit Erstwohnsitz im Land Brandenburg (natürliche Personen)

2.) Unternehmen, die eine Betriebsstätte im Land Brandenburg im Sinne von § 12 Abgabenordnung unterhalten, und Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie Einzelunternehmer, die im Land Brandenburg einkommensteuerpflichtig sind oder eine Betriebsstätte mit mindestens einem Beschäftigten im Land Brandenburg unterhalten.

3.) rechtsfähige Vereine mit Vereinssitz im Land Brandenburg

4.) öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Land Brandenburg

Was wird gefördert?

  • zu 1.) Förderfähig sind Ausgaben für individuelle und arbeitsplatzunabhängige berufliche Weiterbildungsmaßnahmen inklusive Prüfungsgebühren in Höhe von bis zu 50% der förderfähigen Gesamtausgaben. Der Zuschuss pro Antrag ist auf max. 3.000 Euro begrenzt (Bildungsscheck Brandenburg für Beschäftigte, Pkt. II.1 der Richtlinie).
  • zu 2.) Förderfähig sind Ausgaben für externe Weiterbildungsleistungen inklusive Prüfungsgebühren für Beschäftigte, die in einer Betriebsstätte im Land Brandenburg tätig sind, von Freiberuflerinnen und Freiberuflern sowie Einzelunternehmern, die im Land Brandenburg einkommensteuerpflichtig sind oder eine Betriebsstätte mit mindestens einem Beschäftigten im Land Brandenburg unterhalten. Darüber hinaus sind im Unternehmen mitarbeitende Betriebsinhaberinnen und -inhaber förderfähig. Weiterbildungsmaßnahmen können mit bis zu 50% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben pro Antrag bezuschusst werden. Pro Antrag ist die Förderung von max. 10 verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen möglich (Weiterbildung in Unternehmen, Pkt. II.2 der Richtlinie).
  • zu 3.) Förderfähig sind Ausgaben für externe Weiterbildungsleistungen inklusive Prüfungsgebühren für Weiterbildungsmaßnahmen zur Erhöhung der erwerbsbezogenen fachlichen und sozialen Kompetenzen von haupt- und ehrenamtlich Tätigen in rechtsfähigen Vereinen mit Vereinssitz im Land Brandenburg. Pro Antrag ist die Förderung von max. 10 verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen möglich (Weiterbildung in Vereinen, Pkt. II.3 der Richtlinie)
    Die Einstufung der Vereine mit wirtschaftlicher Tätigkeit erfolgt entsprechend der Unternehmenseinstufung.
    Zuschuss für kleine Vereine: bis zu 70%
    Zuschuss für mittlere Vereine: bis zu 60%
    Zuschuss für große Vereine: bis zu 50%
    Zuschuss für Vereine ohne wirtschaftliche Tätigkeit: bis zu 90%
  • zu 4.) Förderfähig sind Ausgaben für externe Weiterbildungsleistungen inklusive Prüfungsgebühren für berufliche Weiterbildungsmaßnahmen für von bei öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe im Land Brandenburg Beschäftigten und ehrenamtlich Tätigen. Pro Antrag ist die Förderung von max. 10 verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen möglich. (Weiterbildung in der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, Pkt. II.4 der Richtlinie).
    Die Einstufung der öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe erfolgt entsprechend der Unternehmenseinstufung.
    Zuschuss für kleine Unternehmen: bis zu 70 %
    Zuschuss für mittlere Unternehmen: bis zu 60 %
    Zuschuss für große Unternehmen: bis zu 50 %

Wer oder was wird nicht gefördert?

Von der Förderung ausgeschlossen sind:

  • berufsabschlussbezogene Qualifikationen (Ausnahme s. Richtlinie Pkt. II.1.3.3b))
  • Angebote, die der Erholung, der Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung, der sportlichen oder künstlerischen Betätigung dienen. Weiterhin sind Schulungen zu Produkten ausgeschlossen, die bereits im Preis des Produktes inbegriffen sind oder die im Rahmen von Serviceverträgen verbindlich festgelegt sind.
  • Kurse, die dem Erwerb von Fahrerlaubnissen (ausgenommen Bedienberechtigungen) dienen, sowie Maßnahmen der Steuer-, Rechts- oder Unternehmensberatung.
  • Maßnahmen der individuellen Gesundheitsprävention, sowie Maßnahmen, die als Einzelunterricht durchgeführt werden.
  • Fachtagungen
  • Maßnahmen mit spirituellen als auch esoterisch orientierten Bildungsinhalten.
  • Beschäftigte des öffentlichen Dienstes (mit Ausnahme der Maßnahmen nach Nummer II.4, II.6 sowie befristet Beschäftigte im öffentlich Dienst nach Pkt. II.1 der Richtlinie)
  • Auszubildende, Studierende (Ausnahme: Beschäftigte, die berufsbegleitend studieren, können nach Nummer II.4 der Richtlinie gefördert werden, wenn die sonstigen Fördervoraussetzungen erfüllt sind).
  • Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft.
  • Zuwendungsempfänger als auch Maßnahmen, die Inhalte oder Methoden oder die Technologie von L. Ron Hubbard anwenden, lehren oder in sonstiger Weise verbreiten.
  • Zuwendungsempfänger als auch Maßnahmen, die menschenverachtendes, rassistisches, extremistisches oder sexistisches Gedankengut lehren oder in sonstiger Weise verbreiten.

Wie wird gefördert?

Eine Förderung für die genannten Förderelemente kann einmal pro Kalenderjaht erfolgen.

Bagatellgrenzen und Förderhöchstsätze entnehmen Sie bitte dem Richtlinientext.

Für Förderungen zur Umsetzung des Brandenburger Servicepakets für Ansiedlung, Erweiterung und Umstrukturierung (Pkt. II.5 der Richtlinie) ist vor Antragstellung die Wirtschaftsförderung Brandenburg GmbH, Koordination für Ansiedlung und Erweiterung bei den Regionalbüros für Fachkräftesicherung, zu kontaktieren.

Anträge nach Nummer II.6 der Richtlinie zur Entwicklung von innovativen, modellhaften Weiterbildungskonzepten können zu zwei Stichtagen pro Kalenderjahr eingereicht werden. Die Bekanntmachung der Stichtage erfolgt über das Internetportal der ILB (siehe Online-Antragsverfahren unter www.ilb.de).

Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Begabtenförderung

Für begabte junge Leute mit abschlossener Berufsausbildung, die mehr aus ihrem Beruf machen wollen und ein VWA-Studium aufnehmen möchten, stellt die Begabtenförderung ein interessantes Instrument der Förderung dar. Nutzen Sie Ihre Chance und setzen sich, sofern Sie die Voraussetzungen erfüllen, mit den zuständigen Mitarbeitern der Kammern in Verbindung.
[Weitere Infos zur Begabtenförderung]

Sonstiges

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Studiengebühren und alle sonstigen mit dem VWA-Studium zusammenhängenden Kosten, bei Vorliegen der Voraussetzungen, als Sonderausgaben bis zu 6.000 Euro jährlich steuerlich geltend zu machen. Wenn Ihr berufsbegleitendes Erststudium Teil eines Dienstverhältnisses ist, können Sie sogar die gesamten Studienkosten – über die jährlichen 6.000 Euro hinaus – in vollem Umfang steuerlich absetzen, sofern diese nicht vom Arbeitgeber getragen werden. Nähere Informationen kann Ihnen ein Steuerberater oder das für Sie zuständige Finanzamt geben.